Die Konferenz bekräftigte eine gemeinsame Überzeugung: Echte europäische Zahlungssouveränität lässt sich nur durch Zusammenarbeit und Interoperabilität zwischen heimischen Lösungen erreichen. Die Mitgliedssysteme von EMPSA – aktiv, vertrauenswürdig und in vielen Fällen in ihren lokalen Gemeinschaften bevorzugt – stellen gemeinsam eine glaubwürdige und sofort verfügbare Alternative zu internationalen Kartenschemes und nichteuropäischen digitalen Wallets dar.
In diesem Zusammenhang begrüßt EMPSA den jüngsten Start von EuroPA – der European Payments Alliance, einer Interoperabilitätsinitiative von drei ihrer Mitglieder: MB WAY, Bizum und Bancomat. Diese Allianz ist ein starkes Bekenntnis zur Entwicklung grenzüberschreitender, souveräner europäischer Instant-Payment-Fähigkeiten. EMPSA unterstützt diese Initiative vollumfänglich und ist bereit, eine breitere Zusammenarbeit innerhalb und über den Mitgliederkreis hinaus zu fördern, mit dem Ziel, ein vollständig interoperables Netzwerk zu schaffen, das nahtlose grenzüberschreitende Transaktionen für Verbraucher:innen und Händler:innen gleichermaßen ermöglicht – auf Basis vertrauenswürdiger lokaler Lösungen und europäischer Infrastruktur.
EMPSA setzt sich für eine enge Zusammenarbeit mit der Europäischen Zentralbank und den Mitgesetzgebern der EU ein, um die Gestaltung und Umsetzung des digitalen Euro mitzuprägen – aufbauend auf Europas einzigartigen Stärken: einem lebendigen und vielfältigen Ökosystem von Zahlungslösungen, einer langen Innovationstradition und der Fähigkeit, Dienstleistungen an lokale Bedürfnisse anzupassen. EMPSA spricht sich für ein Modell aus, das den Wert bestehender Investitionen maximiert und auf bewährten Infrastrukturen – wie Instant Payments – als Grundlage für den digitalen Euro aufbaut. Zugleich fordert EMPSA die formelle Anerkennung der Rolle europäischer Zahlungslösungen, schemes und Prozessoren als zentrale Wegbereiter für die Distribution und Akzeptanz des digitalen Euro.
Dieser Ansatz mindert nicht nur das Risiko eines Single Point of Failure im Zahlungssystem und stärkt Europas Resilienz gegenüber systemischen Störungen, sondern gewährleistet auch unmittelbare operative Einsatzfähigkeit und eine schnellere Markteinführung. Darüber hinaus vermeidet er redundante Investitionen, indem Ressourcen gezielt auf die Behebung tatsächlicher Marktlücken und Ineffizienzen ausgerichtet werden – und fördert so eine effektivere, nachhaltigere und inklusivere europäische Zahlungslandschaft.
Während sich der regulatorische Rahmen weiterentwickelt – mit der Durchsetzung der Instant Payments Regulation, dem bevorstehenden PSD3 und der möglichen Einführung des digitalen Euro – bekräftigt EMPSA sein Engagement, eine aktive und konstruktive Rolle bei der Gestaltung der Zukunft des europäischen Zahlungsverkehrs zu spielen. Der Verband bleibt seiner Mission verpflichtet, nahtlose mobile Zahlungen in ganz Europa zu ermöglichen, indem er Zusammenarbeit, Interoperabilität und die Entwicklung gemeinsamer Standards zwischen den teilnehmenden Lösungen fördert.
„Wahre europäische Zahlungssouveränität lässt sich am besten durch Zusammenarbeit erreichen, mit Interoperabilität im Zentrum – dem Grundpfeiler eines vertrauenswürdigen Zahlungsökosystems, das Europas Werte widerspiegelt und die Menschen in Europa stärkt. Bei EMPSA zeigen wir, wie starke lokale Lösungen miteinander verknüpft werden können, um nahtlose grenzüberschreitende Zahlungserlebnisse für alle Bürger:innen Europas zu schaffen“, sagte Christian Pirkner, Vorsitzender von EMPSA.
Über EMPSA
EMPSA (European Mobile Payment Systems Association) vereint dreizehn nationale mobile Zahlungssysteme und damit über 100 Millionen Nutzer:innen, mehr als 5 Millionen Akzeptanzstellen im Handel sowie Hunderte europäischer Zahlungsdienstleister, die jährlich Milliarden von Transaktionen verarbeiten. Der Verband umfasst Belgien (Bancontact), Deutschland und Österreich (Bluecode), Dänemark, Finnland und Norwegen (Vipps MobilePay), Portugal (SIBS/MB WAY), Spanien (Bizum), Schweden (Swish), die Schweiz (TWINT), Italien (BANCOMAT), Polen (BLIK), Bulgarien (BORICA) und Griechenland (DIAS S.A.) – weitere Länder und Systeme sollen sich dem Netzwerk in naher Zukunft anschließen. Weitere Informationen: www.empsa.org
Pressekontakt
EMPSA
Stauffacherstrasse 41
8004 Zürich, Schweiz
office@empsa.org
Claudio Wilhelmer
PR & Special Projects
+43 (0)676 4959890
LinkedIn | Twitter | Web