Highlights der EMPSA-Konferenz 2026: Interoperabilität und der digitale Euro als Grundpfeiler der europäischen Zahlungszukunft
Die European Mobile Payment Systems Association (EMPSA) veranstaltete in Brüssel ihre zweite Jahreskonferenz unter dem Motto „Paneuropäische Zahlungen — Von der Idee zur Realität“ und brachte führende Stimmen aus dem gesamten europäischen Zahlungsökosystem zusammen, um den Dialog über Interoperabilität und die Chancen des digitalen Euro voranzubringen.
Brüssel, 19. März 2026
Die Veranstaltung brachte politische Entscheidungsträger:innen, Regulierungsbehörden, Zahlungsdienstleister und Führungskräfte aus der Branche zusammen, um zu erörtern, wie Europa seine Souveränität im Zahlungsverkehr durch eine stärkere Zusammenarbeit zwischen nationalen mobilen Zahlungslösungen weiter ausbauen kann. Im Laufe des Tages kristallisierte sich eine klare Botschaft heraus: Interoperabilität ist nicht länger optional – sie ist der einzig tragfähige Weg, um eine resiliente, wettbewerbsfähige und souveräne europäische Zahlungslandschaft zu schaffen.
Aufbauend auf der aktuellen Dynamik unterstrich EMPSA, wie Europas vielfältige und vertrauenswürdige mobile Zahlungssysteme gemeinsam nahtlose grenzüberschreitende Erlebnisse ermöglichen können. In den Diskussionen wurde außerdem hervorgehoben, dass diese Systeme in einer einzigartigen Position sind, um die künftige Bereitstellung und Akzeptanz des digitalen Euro zu unterstützen.
Die Konferenz wurde mit einer Begrüßung durch Teresa Mesquita (Chairperson EMPSA, SIBS) eröffnet, gefolgt von Keynotes von Maria Luís Albuquerque (European Commission) und Patrick Papsdorf (European Central Bank), die den regulatorischen und strategischen Ausblick für den europäischen Zahlungsverkehr skizzierten.
An einer hochrangig besetzten Podiumsdiskussion zum digitalen Euro und zur Interoperabilität nahmen namhafte Sprecher:innen teil, darunter Fernando Rodríguez Ferrer (Bizum), Marcus Härtel (European Central Bank), Céu Pereira (European Commission), Maria Menendez Becker (Spanish Treasury) und Kim Fuglsang Kristoffersen (VippsMobilePay). In der Diskussion wurden die nächsten Schritte für Europa beleuchtet, während Sofortzahlungen, Interoperabilitätsrahmen und Initiativen für digitales Zentralbankgeld aufeinander abgestimmt werden. Das zweite Panel befasste sich mit den Auswirkungen europäischer mobiler Zahlungen im Alltag, mit Beiträgen von Christian Pirkner (Bluecode), Nathalie Vandepeute (Bancontact Company), Dariusz Mazurkiewicz (BLIK), Vera Costa (SIBS), Stavroula Kampouridou (DIAS) und Stoilka Arsova (BORICA). Die Sprecher:innen hoben hervor, wie interoperable Lösungen Verbraucher:innen und Merchants direkt zugutekommen können, indem sie schnellere, bequemere und kosteneffiziente Zahlungserlebnisse über Grenzen hinweg ermöglichen.
Während der gesamten Konferenz bekräftigte EMPSA ihre Unterstützung für Initiativen zur Stärkung der europäischen Zusammenarbeit, einschließlich Interoperabilitätsprojekten wie EuroPA, und betonte, wie wichtig es ist, bestehende Infrastrukturen zu nutzen. Der Verband bekräftigte zudem sein Engagement für eine enge Zusammenarbeit mit europäischen Institutionen, um sicherzustellen, dass der digitale Euro auf Europas Stärken aufbaut – seiner Vielfalt an Lösungen, seiner Innovationskraft und seinen starken lokalen Ökosystemen – und dabei Fragmentierung sowie unnötige Doppelinvestitionen vermeidet.
Zum Abschluss der Veranstaltung betonte Teresa Mesquita: „Interoperabilität ist die Brücke zwischen den heute erfolgreichen lokalen Lösungen und dem morgen wirklich einheitlichen europäischen Zahlungserlebnis. Indem Europa verbindet, was bereits funktioniert, kann es sich schneller bewegen, intelligenter innovieren und seine Souveränität im Zahlungsverkehr stärken.“
Über EMPSA:
EMPSA (European Mobile Payment Systems Association) vereint dreizehn nationale mobile Zahlungssysteme und damit über 110 Millionen Nutzer:innen, mehr als 8 Millionen Merchant-Akzeptanzstellen sowie Hunderte europäischer Zahlungsdienstleister, die jährlich Milliarden von Transaktionen verarbeiten. Der Verband umfasst Albanien (MPAY), Belgien (BANCONTACT), Deutschland und Österreich (BLUECODE), Dänemark, Finnland und Norwegen (VIPPS/MOBILEPAY), Portugal (SIBS/MB WAY), Spanien (BIZUM), Schweden (SWISH), die Schweiz (TWINT), Italien (BANCOMAT), Polen (BLIK), Bulgarien (BORICA), Griechenland (DIAS) und Rumänien (TRANSFOND). Weitere Informationen unter www.empsa.org
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